Aceton, der praktische Helfer
Aceton ist ein Lösungsmittel, welches vollständig mit Wasser mischbar ist. Aceton ist im Ursprung farblos und riecht stark aromatisch. Aceton ist auch leicht flüchtig und weicht somit schnell als Gas aus. Der Siedepunkt liegt bei 56 °C und ist somit sehr gering, dadurch verflüchtigt es sich schnell.
Aceton wird in vielen Bereichen benötigt.
Aceton ist eine Flüssigkeit, die in vielen Mitteln vorkommt, die wir mehr oder weniger täglich benutzen. Das Lösungsmittel wird in Nagellack eingesetzt. Als Lösungsmittel für Harze und Farben wird immer wieder auf Aceton zurückgegriffen. In der Klebstoffindustrie ist Aceton nicht mehr wegzudenken. Als universelles Lösungsmittel wird es in vielen Industriezweigen unweigerlich noch über mehrere Jahrzehnte nicht zu ersetzen sein.
Die chemische Verbindung ist aber auch ein Zwischenprodukt, welches die Grundlage zur Herstellung vieler anderer Güter bildet. Viele chemische Reaktionen können ohne Aceton nicht vorgenommen werden. Aceton ist somit ein wichtiger Grundstoff der Chemischen Industrie. Chloroform, Tränengas und Sprengstoffe werden mit Hilfe von Aceton hergestellt. Viele Synthesen benötigen Aceton. Um Kosmetika wie Nagellack oder ähnliches herzustellen, ist Aceton ein wichtiger Bestandteil der Produktion.
Die Reinigung von verklebten Pinseln und von Flächen, die mit Ölen und Fetten benetzt sind, stellt für Aceton keine Problem dar. Als Abbeizer entfernt Aceton zuverlässig alte Lackschichten. Gerade als industrieller Reiniger wird Aceton gern und häufig eingesetzt. Auch in Autowerkstätten findet Aceton seinen Platz. Als Bremsenreiniger ist Aceton unschlagbar. Maler- und Lackierwerkstätten benötigen Aceton immer und überall.
Bedeutung
Aceton sorgt durch die Beimischung in Farben und Lacke dafür, dass diese schneller trocknen. Dick gewordene oder von vornherein zu dicke Farben lassen sich mit Aceton sehr gut verdünnen und können dann weiter verwendet werden. Aceton oder ähnliche Stoffe sind ohnehin schon Bestandteil vieler Lacke und Farben, durch die hohe Löslichkeit werden die Pigmente der Farbe gut verteilt und ein gleichmäßiges wohldosiertes Auftragen wird möglich.
Bei einem Neuanstrich steht man häufig vor dem Problem, das sich die alte Farbe nicht oder nur teilweise entfernen lässt. Eine ordentliche Grundierung wird dann kaum möglich. Unebenheiten können später durch die verbliebenen Unterschichten von Altanstrich das neue Bild trüben und eine glatte Fläche wird kaum erreicht. Abhilfe schafft auch hier das Lösungsmittel Aceton, mit ihm können feste Lacke und Farben rückstandslos entfernt werden. Ein gutes Beispiel ist Nagellackentferner, dessen Wirkungsprinzip basiert auf Aceton.
Aceton eignet sich hervorragend als Reinigungsmittel, um fettige Verschmutzungen gezielt zu entfernen. Gummireste und Klebemittelrückstande werden komplett entfernt. So erhalten Sie eine saubere Oberfläche, um später eine Weiterbearbeitung vornehmen zu können. Oder Sie reinigen einfach total ölverschmierte Maschinenteile, um sie zu warten, mit Aceton ist das ohne weiteres möglich. Auch als Pinselreiniger wird Aceton eingesetzt, Spritzdüsen von Lackiermaschinen werden von den entstandenen Ablagerungen restlos befreit. Bitte reinigen Sie keinen Kunststoff mit Aceton, dieser kann unter Umständen vom Aceton angegriffen werden. Bei metallischen Oberflächen können sie Aceton aber ohne Bedenken einsetzen.
Es gibt auch die Verfahrensweise, Benzin oder Diesel mit geringen Mengen Aceton zu versetzen, um eine vollständige Verbrennung zu erreichen.
Sicherheit geht vor
Aceton ist ein organisches, chemisches Lösungsmittel. Bei der Anwendung und Lagerung sind einige grundlegende Dinge zu beachten um Schäden zu vermeiden.
Gesundheit
Wenn Sie mit Aceton arbeiten denken Sie daran, dass es sich um eine leicht flüchtige Flüssigkeit handelt. Die Räume, in denen es angewandt wird, müssen gut belüftet sein. Eventuell empfiehlt sich sogar das Tragen einer Atemschutzmaske. Aceton reizt beim Einatmen die Schleimhäute. Eine hohe Dosis von Aceton kann narkotische Zustände, Übelkeit, Erbrechen, eventuell sogar ein Koma auslösen. Arbeiten Sie also am besten im Freien.
Kommen Ihre Augen in Kontakt mit Aceton, spülen sie diese sofort mit reichlich klarem Wasser aus. Am besten empfiehlt sich hier das Aufstellen einer Augendusche. Das ganze sollten sie mindestens 15 Minuten lang durchführen und danach einen Augenarzt kontaktieren. Tragen Sie beim Arbeiten mit Aceton sicherheitshalber immer eine Schutzbrille.
Wenn Aceton verschluckt wurde, trinken Sie reichlich Wasser und nehmen sie keine Fette oder Milch zu sich. Erbrechen sollte auf jeden Fall vermieden werden. Ein Arzt ist auch in diesem Fall unbedingt zu konsultieren.
Die Lagerung
Aceton ist leicht entzündlich deshalb muss nicht nur bei der Verarbeitung sondern auch bei der Lagerung darauf geachtet werden, das keine Zündquellen in der näheren Umgebung vorhanden sind.
Gut verschlossene Behälter werden in dunklen und kühlen Räumen aufbewahrt. Auch eine gute Belüftung der Lagerräume ist nötig, falls doch einmal Aceton entweicht.
Aceton gehört nicht in den Hausmüll, sondern muss als Sondermüll entsorgt werden.
Empfehlung
Kaufen Sie lieber kleine Gebinde statt auf große zurückzugreifen. Wichtig ist, dass Sie Aceton nicht zu lange lagern. Nicht weil die Qualität verloren geht, sondern weil sich Aceton durchaus verflüchtigt und Ihnen dann nicht mehr zur Verfügung steht. Prüfen Sie deshalb ihren realistischen Bedarf und kaufen Sie lieber hin und wieder etwas nach.
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