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Notebooks mit Intel-CPU - für jeden Bedarf die passende Lösung

Notebooks sind inzwischen in jeder Leistungsklasse erhältlich und eignen sich daher als flexible EDV-Lösung sowohl für unterwegs als auch für das Home-Office oder den Arbeitsplatz. Dabei bieten sie neben der örtlichen Ungebundenheit eine dem herkömmlichen Desktop vergleichbare Performanz und benötigen in aller Regel auch weniger Energie als ihre stationären Geschwister. Als Zentralprozessor kommt in den meisten Geräten eine Intel-CPU zum Einsatz, die derzeit (Stand April 2010) in mehreren Baureihen gefertigt werden:

Einstiegsprozessoren für weniger rechenintensive Aufgaben

Celeron und Celeron-M

Für Geräte der unteren Leistungsklasse bietet Intel die bereits seit Jahren bekannten Celeron-Prozessoren an. Diese CPUs basieren auf der aktuellen Intel Core-Mikroarchitektur, haben jedoch im Verhältnis zu ihren größeren Pendants einen kleineren Second-Level-Cachespeicher und auch einen meist niedriger getakteten Front Side Bus (FSB). Die Prozessoren sind in den neuesten Varianten auch mit zwei Kernen verfügbar und unterstützen 64 Bit-Betriebssysteme. Sie werden in den aktuellen Fertigungsprozessen hergestellt (65 und 45 nm) und arbeiten daher sehr energieeffizient: Intel gibt als TDP-Wert ("Thermal Design Power"), der die maximale Verlustleistung definiert, üblicherweise 35 Watt an. Die Celeron-CPUs werden gelegentlich auch als Celeron-M bezeichnet, wobei es sich bei diesen Baureihen um so genannte ULV-Prozessoren ("Ultra Low Voltage") handelt, die extrem energiesparend arbeiten, dafür jedoch auch relativ niedrige Taktfrequenzen bieten.

Core Solo

Ein weiterer Prozessor der Einstiegsklasse ist die Core Solo-CPU. Bei diesen Prozessoren handelt es sich ebenfalls um höchst effizient arbeitende ULV-CPUs, die eine Verlustleistung von lediglich etwa zehn Watt erzeugen und sich daher sehr gut für den Einsatz in Subnotebooks eignen, wo weniger hohe Rechenleistung als vielmehr eine lange Akkulaufzeit gefordert sind. Die Core Solo-CPUs arbeiten mit nur einem Prozessorkern und beherrschen auch kein Hyper-Threading, wobei ihre Taktfrequenzen bei zwischen einem und 1,5 GHz liegen. Für die üblichen Office-Anwendungen reicht die Rechenleistung der Prozessoren allemal aus.

Ältere Systeme

Im Handel werden zusätzlich ältere Systeme mit Core Solo-Prozessoren angeboten, die meist als "Refurbished"-Geräte (in aller Regel aufbereitete Leasing-Rückläufer) beworben werden. Diese Systeme verwenden meist einen älteren Core Solo-Prozessor, der eine maximale Taktfrequenz von 1,86 GHz bietet und einen Second-Level-Cachespeicher von zwei Megabyte. Diese Einkern-Prozessoren sind noch nicht als ULV-Versionen verbaut und arbeiten daher auch noch nicht so energieeffizient wie die aktuellen Modelle. Als 32 Bit-Prozessoren eignen sie sich nicht für 64 Bit-Betriebssysteme. Mit TDP-Werten von maximal knapp 30 Watt sind sie erheblich weniger energiehungrig als ihre Desktop-Geschwister.

Core 2 Solo

Bei den neuen Core 2 Solo-Prozessoren handelt es sich um ULV-CPUs, die in aktuellen Fertigungsprozessen von 45 nm hergestellt werden und mit einer Verlustleistung von maximal 5,5 Watt höchst energieeffizient arbeiten. Dabei entsprechen die CPUs mit einem FSB von bis zu 800 MHz und einem Second-Level-Cachespeicher bis zu drei Megabyte aktuellen Standards. Bei den Core 2 Solo-Prozessoren handelt es sich zudem um 64 Bit-Rechenwerke, die also auch neuste Betriebssystem-Versionen unterstützen. Dabei reicht ihre Rechenleistung aufgrund des einen Rechenkerns und der Taktfrequenzen bis zu 1,4 GHz jedoch nicht an die Werte der höher getakteten Mittelklasse heran. Sie eignen sich vornehmlich für den Einsatz in Subnote- und Netbooks.

Die Mittelklasse

Core Duo

Diese im Jahre 2006 eingeführten Zweikern-Prozessoren auf Basis des Yonah-Kerns sind die Nachfolger der Pentium M-Systeme. Die Prozessoren verfügen über zwei Megabyte Second-Level-Cachespeicher, den sich die beiden Kerne teilen, und sind als reine 32 Bit-CPUs ausgelegt. Durch den 65 nm breiten Fertigungsprozess ergibt sich bei den Core Duo-Prozessoren eine Verlustleistung von etwa 30 bis 35 Watt, so dass sie auch bei kleineren Akkus einen langen netzunabhängigen Betrieb gestatten. Dank der zwei voneinander unabhängig arbeitenden Rechenkerne und Taktfrequenzen bis zu deutlich über 2 GHz eignen sich diese Prozessoren auch für rechenintensivere Aufgaben.

Core 2 Duo

Mit den Core 2 Duo-Prozessoren auf Basis der 64 Bit-Architektur führte das Unternehmen ebenfalls im Jahr 2006 einige Innovationen ein, die speziell für Mobilrechner eine Rolle spielen. Die Core 2 Duo-CPUs warten mit beeindruckenden Leistungsdaten auf: So sind Taktfrequenzen von mehr als 3 GHz möglich, die Cachespeicher sind bis zu 6 Megabyte groß, und die Verlustleistung beträgt trotz der großen Speicher und hohen Arbeitsfrequenzen mit maximal gut 40 Watt kaum mehr als bei vorherigen Prozessorgenerationen. Diese deutlich höhere Energieausbeute wird vor allem durch die Einführung neuer Energiesparmechanismen und den Wechsel von einem 65 nm- zu einem 45 nm-Fertigungsprozess erzielt. Core 2 Duo-Prozessoren sind in verschiedensten Ausführungen in Notebooks verbaut und stellen in ihren hochgetakteten und mit großen Zwischenspeichern versehenen Varianten genügend Leistung auch für anspruchsvolle Aufgaben zur Verfügung.

Das High-End-Segment

Für außerordentlich rechenintensive Applikationen bietet das Unternehmen derzeit (Stand April 2010) zwei Prozessorlinien an. Diese sind in High-End-Notebooks zu finden, die als Desktop-Ersatz oder professionelle Workstation im Markt positioniert werden.

Core 2 Quad

Bei der Core 2 Quad-Linie handelt es sich um Vierkern-Prozessoren. Von dieser Baureihe sind im mobilen Segment lediglich zwei unterschiedliche Modelle verfügbar: die als Q9000 und Q9100 bezeichneten Prozessoren mit 2 und 2,26 GHz Taktfrequenz. Die Second-Level-Zwischenspeicher sind mit 6 und 12 Megabyte sehr groß bemessen, und der FSB erreicht mit 1066 MHz ebenfalls Spitzenwerte. Dabei hält sich die Verlustleistung mit maximal 45 Watt trotz vier unabhängig voneinander arbeitenden Kernen dank erweiterter Stromsparfunktionen und einem aktuellen Fertigungsprozess von 45 nm in erfreulich niedrigen Grenzen.

Core i7

Mit der neuen Nomenklatur seit Ende 2009 wurden auch einige technische Innovationen bei diesen 64 Bit-Prozessoren eingeführt: So wurde mit einem so genannten Turbo-Modus eine freie Änderung des Multiplikators und damit ein zeitweises Übertakten von einzelnen Rechenkernen möglich. Da die Core i7-CPUs sowohl mit zwei als auch mit vier Kernen lieferbar sind, können somit ein oder zwei Kerne simultan übertaktet werden. Durch die innovative QPI-Technologie ("QuickPath Interconnect"), die den herkömmlichen Front Side Bus ablöst und die Kommunikation zwischen Zentralprozessor und Chipsatz neu definiert, ergeben sich weitaus größere Bandbreiten bei der Datenübertragung als bisher. Zudem wurde ein Third-Level-Cachespeicher bis zu acht Megabyte Größe eingeführt. Aufgrund eines nochmals verbesserten Fertigungsprozesses von nunmehr 32 nm beträgt die Verlustleistung selbst bei den Prozessoren des ersten Steppings maximal moderate 55 Watt. Spätere Generationen sollen sogar trotz erhöhter Taktfrequenzen bis zu 3,33 GHz im Turbo-Modus maximal 35 Watt TDP erzeugen, so dass sie lange Akkulaufzeiten bei geringer Wärmeentwicklung bieten.

Empfehlungen beim Kauf von Notebooks mit mobilen Intel-CPUs

  • Das Unternehmen hat im Laufe der Zeit eine unüberschaubare Vielzahl von Prozessoren mit unterschiedlichsten technischen Spezifikationen eingeführt. Daher ist selbst für den Spezialisten aufgrund einer Typenbezeichnung nur in Ausnahmefällen ersichtlich, welche Leistungsdaten der Prozessor bietet. Um nicht versehentlich ein Modell mit kleinerem Cachespeicher, geringerer Taktfrequenz oder höherem Energiebedarf als geplant zu erwerben, sollten Sie beim Kauf zuvor die genaue Spezifikation in Erfahrung bringen.
  • Beim Kauf eines Notebooks mit mobiler Intel-CPU empfiehlt es sich, zuvor die softwareseitigen Anforderungen an das Gerät genauer zu definieren. Bestimmte Applikationen, vor allem jene im professionellen Segment (beispielsweise CAD-Programme), setzen Mindest-Anforderungen an die Hardware voraus, um flüssig zu arbeiten.
  • Achten Sie beim Kauf eines Notebooks mit Intel-CPU in den höheren Leistungsklassen auf eine ausreichende Kühlung. Die ULV-Prozessoren erzeugen zwar nur sehr wenig Wärmeverlustleistung, sie sind jedoch auch niedriger getaktet und weisen eine schlechtere Leistung auf als die herkömmlichen mobilen Intel-CPUs. Daher ist bei leistungshungrigen Programmen den performanteren Prozessoren der Vorzug zu geben.
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