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Einmalspritzen - zur Vermeidung von Ansteckung

Eine Einmalspritze kann, wie der Name schon sagt, nur einmal benutzt werden. Sinn und Zweck ist in erster Linie der, dass auf diese Weise eine Ansteckung mit Krankheiten wie HIV vermieden wird. So waren die typischen Mehrwegspritzen früher bei unsachgemäßer Handhabung oft die Ursache für derartige Erkrankungen. Im Grunde kann eine Einmalspritze mehrfach verwendet werden. Dies stellt jedoch eine missbräuchliche Nutzung dar. Daher wurde zusätzlich zur gebräuchlichen Einmalspritze die Auto - disable - Einmalspritze entwickelt. Unterschiedliche Lösungen und Patente verhindern bei dieser Form der Einmalspritze das Wiederaufziehen durch eine Sollbruchstelle am Kolben oder andere Lösungen.

Injektionen

Die Einmalspritze dient der Verabreichung flüssiger Medikamente. Diese heißen Injetabilia und werden per Injektion verabreicht. Dabei gibt es unterschiedliche Injektionsarten. Die subkutane Injektion (s.c.) bezeichnet die Injektion einer wässrigen Lösung in die Unterhaut (Subcutis). Bei der intravenösen Injektion (i.v.) erfolgt die Medikamentengabe über einen Zugang zum venösen Blutkreislauf des Patienten und muss mit äußerster Sorgfalt erfolgen. Bei einer intravenösen Injektion muss auf die Verabreichungsgeschwindigkeit geachtet werden. Mehr als 5 ml dürfen nicht intravenös gespritzt werden, es sei denn, das Medikament wurde zuvor in eine Trägerlösung iniziert und dann über eine Kurzinfusion verabreicht. Die intramuskuläre Injektion (i.m.) bezeichnet die Medikamentenabgabe in einen Skelettmuskel. Hierbei tritt die Wirkung deutlich schneller als bei der subcutanen Injektion ein, jedoch langsamer als bei einer intravenösen Injektion. Seltener werden Injektionen intrathekal, intravitreal, intraarteriell oder intraokular verabreicht.

Aufbau der Einmalspritze

Die Einmalspritze besteht in der Regel aus einem zylindrischen Hohlraum. Darin befindet sich ein beweglicher Kolben und eine Düse, die konusförmig ist. Andere Formen der Einmalspritze haben ein Schraubgewinde an der Düse, an die eine Hohlnadel (Kanüle) angeschlossen werden kann. Auch das Anschließen eines Schlauches ist möglich. Die gebräuchlichsten Einmalspritzen werden aus Kunststoff gefertigt. Einmalspritzen gibt es in 2-teiliger Form (Zylinder + Kolben) oder in 3-teiliger Form (Zylinder, Kolben und Gummistopfen am Kolbenende). Insbesondere bei Insulinspritzen, aber auch bei allen anderen kleinen Einmalspritzen ist die Kanüle eingeklebt. Einmalspritzen werden in den handelsüblichen Größen von 0,5 ml bis 100 ml Volumen angeboten.

Handhabung der Einmalspritze

Die Einmalspritze wird durch den Zug am Kolben mit dem flüssigen Medikament befüllt. Das Medikament wird schließlich durch eine Druckausübung auf den Kolben durch die Düse gepresst und so dem Patienten zugeführt. In der Regel wirken Injektionen besser und schneller als oral gegebene Arzneimittel. Dies liegt daran, dass das flüssige Medikament weniger physiologische Schranken überwinden muss, um den Wirkort zu erreichen. Bestimmte Medikamente müssen auch durch eine Injektion verabreicht werden, da sie bei oraler Einnahme nicht oder nur unzureichend in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Einige Arzneimittel können bei oraler Einnahme auch durch die Salzsäure aus dem Magen zerstört werden. Hierzu zählen vor allem Medikamente wie das Insulin. Injektionen haben auch in der Notfallmedizin eine wichtige Bedeutung, da sich durch sie ein leichter definierter Blutspiegel einstellen lässt.

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