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„Streusalz“

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Streusalz - der nächste Winter kommt bestimmt

Verschneite, weiße Winterlandschaften sind sicher schön anzusehen, wenn man selbst gemütlich und warm im Trockenen sitzt. Aber Straßen und Bürgersteige werden dank Eis, Schnee und Matsch in jedem Winter zu gefährlichen Rutschbahnen. Die Kosten für Schäden durch Glätte sind jedes Jahr enorm, von den gebrochenen Knochen und Arbeitsausfällen einmal ganz abgesehen. Dank des Salzes zum Streuen gibt es aber Abhilfe, damit ­Betriebswege frei von Schnee und Glatteis gehalten werden können und die Arbeit somit reibungslos weiter laufen ­kann. Da der Winter sich nicht planen lässt, ist es empfehlenswert, zur rechten Zeit einen Vorrat anzulegen, welcher dem Bedarf angemessen ist. Wer im Januar oder Februar noch Streumittel kaufen möchte, hat oft schon das Nachsehen.

Schmelzen heißt eine ­Lösung

Durch das Auftaumittel oder Streusalz wird der Schmelzpunkt heruntergesetzt, da Lösungen einen niedrigeren Schmelzpunkt haben als reines Wasser. In Deutschland wird meistens Natriumchlorid als Streusalz zur Eisfreihaltung genutzt. Es ist jedoch nur bis zu Temperaturen von ungefähr 10 Grad Minus geeignet. Sollten die Temperaturen noch tiefer sinken, muss ein anderes Auftaumittel wie ­Calciumchlorid oder Magnesiumchlorid angewandt werden. Bis 1993 wurde in Deutschland noch eine Salzsteuer erhoben. Deswegen wurde das Salz durch Zusätze denaturiert, damit es für den Verzehr nicht mehr geeignet war.

Gemeindesatzungen und Verbote

In einigen Gemeinden gilt, besonders auf Gehwegen, ein Verbot von Streusalz. Zwar wird es teilweise bei extremer Witterung gelockert oder ganz aufgehoben, jedoch bleibt die Verwendung von Salz dort generell verboten. Diese Flächen aber komplett mit dem Schneeschieber von Eis und Schnee zu befreien ist mühsam und arbeitsintensiv. Häufig werden daher abstumpfende Streumittel wie Sand oder Granulate eingesetzt. Leider müssen diese anschließend ebenfalls von Hand oder mit einer Kehrmaschine wieder entfernt werden. Um diese Nachteile zu umgehen, wurde von der Industrie ein salzfreies Streumaterial entwickelt. Da es jedoch auf Basis eines Harnstoffs hergestellt wird, kann dadurch der Boden überdüngt werden. Deswegen ist der Einsatz dieses Ersatzstoffes wiederum in einigen Städten untersagt. Ammoniumsulfat wird ebenfalls als Alternative angeboten, ist aber auch ein Stickstoffdünger.

Umwelt und Pflanzen

Durch das Schmelzwasser gelangt das Salz in den Boden, umstehende Bäume können geschädigt werden. Es ist darauf zu achten, die Ränder der Flächen möglichst dünn oder gar nicht zu streuen, um die angrenzende Vegetation gesund zu erhalten. Natriumchlorid ist laut Verwaltungsvorschrift für wassergefährdende Stoffe als schwach wassergefährdend eingestuft worden.

Fazit

Salz oder andere Auftausalze sollten in jedem Fall sparsam eingesetzt werden. Sie sind jedoch unverzichtbar, um die Gefahren durch Schnee, Eis und Matsch zu minimieren. Letzten Endes ist das herkömmliche Salz immer noch das wirtschaftlichste Mittel, um den Wintergefahren zu begegnen.

Machen Sie Ihre Firma fit für den Winter

Damit Sie in der kalten Jahreszeit nicht das Nachsehen haben, sollten Sie sich schon jetz mit den passenden Winterartikeln eindecken. Dazu zählen beispielsweise Streugutbehälter, Schneefräse oder Winterreifen.
Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext Streusalz, dann informieren Sie uns bitte per Formular.
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