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Profilzylinder - sagen Sie Einbrechern den Kampf an!

Ob Sie Ihr Unternehmen sicher machen wollen oder einen Schlüsseldienst betreiben, Sicherheitstechnik ist heute mehr denn je gefragt. Ohne ausreichenden Schutz vor unbefugtem Zugriff sehen Sie in manchen Situationen alt aus. Ein Schloss soll nicht nur den Weg versperren, sondern auch ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Zudem ist aus versicherungstechnischen Gründen an vielen Stellen ein entsprechendes Schloss zu verwenden.

Doch wie sicher ist Ihr verbautes Schloss? Fühlen Sie sich sicher? Bestimmte Grundregeln sollten bei jeder Gebäudesicherung eingehalten werden, dazu gehört auch die Verwendung eines Schließzylinders in der Eingangstür. Mit einem herkömmlichen Buntbartschloss würden Sie es heutzutage jedem Einbrecher einfach machen.

Der Profilzylinder hat sich durch seine sehr gute Sicherheit durchgesetzt und zählt heute auf dem Markt für Sicherheitstechnik zum gebräuchlichsten Schließzylinder.

Anwendungsgebiete

Profilzylinder werden als mechanischer Sicherungsmechanismus in Haustüren, Bürotüren, Zwischentüren, aber auch bei Fenstern und Möbelschlössern verwendet. Zwar ist die Eingangstür eines der beliebtesten Ziele für Einbrecher, aber auch unverschlossene Fenster lassen sich leicht aufhebeln. Umso wichtiger ist es, durch passende Sicherheitsbeschläge, abschließbare Fenstergriffe und einzeln verschlossene Zwischentüren den Weg für den ungebetenen Gast so schwierig wie möglich zu gestalten.

Was macht den Profilzylinder so sicher?

Der Zylinder besteht aus einem Gehäuse aus Metall, in dem sich die einzelnen Komponenten befinden, die dafür sorgen, dass eine Öffnung der Tür nur mit dem passenden Schlüssel möglich wird. Ein Zylinderkern, die Schließnase und mehrere Sperrstifte sorgen für die sichere Funktion. Im verschlossenen Zustand des Zylinders sind der Kern und die Schließnase durch die Stifte versperrt und blockiert. Ein Öffnen des Schlosses ist nicht möglich. Durch das Einschieben des passenden Schlüssels werden die Sperrstifte in die Position gebracht die es ermöglicht, durch eine Drehung das Schloss zu entriegeln. Die Blockierung des Kerns wird aufgehoben, und die Schließnase als Sperre eingefahren.

Die Erweiterung des einfachen Profilzylinders wird durch das Verbauen einer Elektronik erreicht. Hier wird neben der richtigen Form des Schlüssels noch eine Abtastung vorgenommen und der Schlüssel an sich erkannt. Nur mit diesem Schlüssel lässt sich das Schloss öffnen. So müssen bei elektronischen Profilzylindern Schlüsselform und die elektronische Codierung übereinstimmen, sonst bleibt der Weg versperrt. Somit können verlorene oder verlegte Schlüssel einzeln gesperrt werden, und die Sicherheit bleibt erhalten.

Sicherheitsklassen

Profilzylinder sind genormt und sind vom VdS (unabhängige Prüf- und Zertifizierungsstelle für Brandschutz und Einbruchdiebstahlschutz) anerkannt. Profilzylinder sollten der DIN 18252 / EN 1303 entsprechen. Anerkannte Profilzylinder werden noch zusätzlich nach verschiedenen Sicherheitsrelevanzen in Sicherheitsklassen unterteilt. Anerkannte Sicherheitsklassen sind die Klasse A, B und B+. Bei elektronischen Profilzylindern kann auch ein C für extra hohe Sicherheit vergeben werden. Doch was sagen die Klassen aus und für welchen Zweck sind die einzelnen Klassen tatsächlich geeignet?

  • Profilzylinder der Klasse 1 (PZ1) nach DIN 18252 / EN 1303 sollten nie für Haupteingangstüren genutzt werden. Der richtige Einsatzort sind hier unwichtigere Zwischentüren und Zimmertüren, mit einer niedrigen Sicherheitsrelevanz.
  • Profilzylinder der Klasse A (PZ2) nach DIN 18252 / EN 1303 sind mit mindestens fünf Sperrstiften versehen. Es müssen mindestens 30.000 verschiedene Schließungen gegeben sein. Eine Bohrfestigkeit von mindestens drei Minuten ist gewährleistet. Bei Zylindern mit optional erhältlichem Ziehschutz liegt die Ausziehfestigkeit bei mindestens 15 Kilonewton über einen Zeitraum von mindestens drei Minuten.
    Profilzylinder der Klasse A dienen zur Basisabsicherung und können in normalen Haustüren verbaut werden.
  • Profilzylinder der Klasse B (PZ3) nach DIN 18252 / EN sind mit mindestens sechs Sperrstiften ausgestattet. Es müssen mindestens 100.000 Schließzyklen gewährleistet sein, um die Grundlage der Klasse B zu erfüllen. Auch bei diesen Zylindern wird die Bohrfestigkeit berücksichtigt, diese liegt bei mindestens sechs Minuten. Die Ausziehfestigkeit, soweit ein Ziehschutz vorhanden ist, liegt bei einem Widerstand gegen entsprechende Krafteinwirkungen von mindestens 15 Kilonewton für sechs Minuten.
    Die Profilzylinder der Klasse B sichern Ihr Unternehmen gegen fremdes Eindringen sehr gut ab und ermöglichen es, sich wirklich sicher zu fühlen. Eingangstüren sind so in gehobenem Maße gesichert.
  • Profilzylinder der Klasse B+ unterscheiden sich lediglich in der Möglichkeit der Schlüsselnachbestellung von der Klasse B. Bei Zylindern der Klasse B+ muss zur Schlüsselnachfertigung eine Legitimationsausweisung erfolgen.
  • Profilzylinder der Klasse C verwenden nicht mehr ausschließlich die mechanischen Sicherungen, sondern greifen auf die elektronische Sicherung zurück. Hierbei wird nicht nur die physikalische Passform des Schlüssels geprüft, sondern eine Codierung des Schlüssels abgescannt und somit zusätzlich eine elektronische Prüfung durchgeführt. Nur wenn beide Komponenten passend sind, lässt sich das Schloss öffnen.

Weiterhin müssen Profilzylinder noch eine Reihe weiterer Sicherheitskriterien erfüllen, um DIN-zertifiziert zu werden.

Kennungen von Profilzylindern

  • Ein Profilzylinder mit der Kennzeichnung BS besitzt einen Aufbohrschutz. Dieser erschwert Versuche, den Zylinder aufzubohren.
  • Die Zusatzkenzeichnung BZ informiert Sie darüber, dass der Zylinder neben einem Bohrschutz über einen Ziehschutz verfügt. Bei einem Ziehschutz handelt es sich um eine mechanische Schutzeinrichtung. Einerseits wird das Gehäuse gegen Herausziehen geschützt, desweiteren wird ein Herausziehen des Zylinderkerns unmöglich gemacht.

Die richtige Größe

Profilzylinder müssen richtig passen. Nur mit einem Zylinde,r der nicht übersteht, ist optimale Sicherheit gewährleistet. Jeder Überstand birgt ein Risiko und bietet einen Angriffspunkt für Unbefugte.

Die passende Größe des Profilzylinders ermitteln Sie am besten an der Tür selbst. Hier sollten Sie einen Messwinkel verwenden. Legen Sie den Sicherheitsbeschlag auf die Tür auf und messen Sie einmal von der Außenseite der Tür bis in die Mitte (spätere Zylindermitte) und einmal von der Innenseite der Tür bis zur Mitte (spätere Zylindermitte). Beide Maße ergeben die später benötigte Zylindergröße. Bei der Maßangabe wird immer zuerst das Maß zur Türaußenseite angegeben und erst dann das Maß der Türinnenseite.

Unterarten des Profilzylinders

Doppelzylinder

Diese Zylinder sind von beiden Seiten schließbar. Selbst wenn von einer Seite ein Schlüssel steckt, kann von der anderen Seite noch die Schließung erfolgen. Die Ausstattung, die der Profildoppelzylinder dazu benötigt, nennt sich Gefahrenfunktion. Diese Profilzylinder stellen den größten Teil der auf den Markt befindlichen Sicherheitsschließmechanismen dar und sind für Eingangstüren je nach Sicherheitsklassifizierung geeignet. Abgekürzt wird der Doppelzylinder mit dem Buchstaben D in der Bezeichnung des Profilzylinders.

Knaufzylinder

Hier ist die Schließung möglich, an der Innenseite befindet sich allerdings ein Knauf, der es ermöglicht, das Schloss ohne Schlüssel zu öffnen. Eine Drehbewegung des Knaufes entriegelt die Schließung und sorgt dafür, dass die Tür geöffnet werden kann. Achtung: setzen Sie solche Zylinder nie bei Türen mit Glaselementen ein. Der Diebstahlschutz ist dann nicht mehr gewährleistet. Zimmertüren sind hier der richtige Einsatzort. Abgekürzt wird der Knaufzylinder mit dem Buchstaben K in der Bezeichnung des Profilzylinders.

Halbzylinder

Ihre besondere Eigenschaft ist, dass sie nur einseitig schließbar sind. Man kann die Türen also nur von außen verschließen und muss auf sich selbst vertrauen, wenn man sich im Inneren des Gebäudes befindet. Garagen und kleinere Lagerflächen oder Bauwagen sind oftmals mit Halbzylindern ausgestattet. Abgekürzt wird der Halbzylinder mit dem Buchstaben H in der Bezeichnung des Profilzylinders.

Schließanlagen

Für Schließanlagen werden besondere Profilzylinder verwandt. Hier wird ermöglicht, dass beispielsweise Ihre Sekretärin mit einem Schlüssel die Haupteingangstür zum Unternehmen öffnen kann und gleichzeitig Ihr Büro aufschließt. Ein anderer Angestellter kann aber mit seinem Schlüssel zwar das den Haupteingang zum Unternehmen öffnen, die Tür zu Ihrem Büro bleibt mit seinem Schlüssel aber verschlossen.

Abkürzungen für Schließanlagenzylinder

  • Zentralschließanlagen: Z
  • Hauptschlüsselanlagen: H
  • Generalhauptschlüsselanlagen: GHS

Ein Beispiel für die Bezeichnung eines Profilzylinders

Das Beispiel: Profilzylinder DIN 18 254 - PZ - 3 - H - D - BS - LE - Größe 35/30

Es handelt sich hier um einen Profilzylinder nach DIN 18254 der Sicherheitsklasse 3, ein Profilzylinder einer Hauptschlüsselanlage in der Ausführung als Doppelzylinder mit Bohrschutz, zur Nachfertigung eines Schlüssels ist eine Legitimation nötig. Das Maß von der Zylindermitte Richtung Außentür inklusive Sicherheitsbeschlag beträgt 35mm. Das Maß von der Zylindermitte Richtung Innentür inklusive Sicherheitsbeschlag beträgt 30mm.

Die richtige Pflege von Profilzylindern

Weder ein Tropfen Öl noch wie lange behauptet Graphit ist zur Pflege von Profilzylindern einzusetzen. Verwenden Sie lieber spezielle Zylinder-Pflegesprays. So wird die Schließbarkeit Ihres Schlosses lange Zeit ohne Schwierigkeiten erhalten bleiben.

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