Arbeitsschuhe für Sicherheit und Schutz im Beruf
Arbeitsschuhe dienen der Sicherheit und dem Schutz im Beruf. Im Gegensatz zu Stiefeln enden Arbeitsschuhe mit dem Schaft am Knöchel, sie sind aber auch in Form von Sandalen, Clogs, Pantoletten, Pantinen oder Slipper oder als
Gummistiefel erhätlich.
Geltende Richtlinien
Arbeitsschuhe und Berufsschuhe gehören oftmals zu den
Sicherheitsschuhen und sind damit Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) der Mitarbeiter. Sie sind im Rahmen der
Bekleidung diverser Berufsgruppen beispielsweise für Köche, den Rettungsdienst, Feuerwehr, im Garten- und Landschaftsbau oder Bauwesen sowie Handwerk vorgesehen. Damit die Funktionalität der Arbeitsschuhe sichergestellt ist, unterliegen sie strengen Regelungen (internationale Norm DIN ISO 20345-347, deutsche Norm DIN EN 345-47). Die Bezeichnungen S1-S3 zeigen dabei auf, über welche Schutzmechanismen der Schuh im einzelnen verfügt und welchen Anforderungen er damit gerecht wird.
- S1: geschlossener Fersenbereich, Zehenschutzkappen (Schutz bis zu 200 Joule), rutschfeste Sohle
- S1P: Zehenschutzkappe, Stahlsohle, kein Nässeeinsatz
- S2: Stahlkappe, Nässeschutz, geschlossener Fersenbereich, rutschfeste Sohle
- S3: Stahlkappe, Nässeschutz, geschlossener Fersenbereich, rutschfeste Sohle, durchtrittsichere Sohle, profilierte Laufsohle
Weitere Normen, die bei Arbeits-, Berufs- und Sicherheitsschuhen von Bedeutung sind, sind die Normen ISO 20346 und EN 346 (müssen einer Prüfenergie von 100 Joule durch einen Zehenkappenschutz standhalten) sowie ISO 20347 und EN 347, die allerdings keine Mindestanforderungen in Bezug auf vorhandene Zehenschutzkappen stellt.
Größe, Material und Tragekomfort
Bei Arbeitsschuhen sollte man - wie bei allen Schuhen und Stiefeln - auf die richtige Schuhgröße achten. Zudem sollte das Material den Anforderungen gerecht werden, aber dennoch atmungsaktiv sein, da an den Füßen immer geschwitzt wird. Ein relativ geringes Eigengewicht der Arbeitsschuhe ist zudem von Vorteil. Außerdem sollten dem Mitarbeiter mindestens zwei Paar Arbeitsschuhe zur Verfügung gestellt werden, da die Schuhe auch gereinigt oder gepflegt werden müssen und Zeit zum Trocknen brauchen.
Die Besonderheiten von Arbeitsschuhen
Arbeitsschuhe werden oft als Halbschuhe mit integrierten Stahlkappen zum Zehenschutz genutzt, wobei die Kappen im vorderen, oberen Schuhbereich untergebracht sind. Ein gutes Schuhprofil mit einer Gummisohle, die auch öl- oder säureresistent sein kann, schützt nicht nur den Kfz-Mechaniker in einer Werkstatt, sondern auch bei Arbeiten im Freien, auf schlammigen und unebenen Böden vor dem Ausrutschen. Durchtrittsichere Sohlen besitzen eine Stahleinlage und werden von Ärzten und Fachpersonal in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen getragen. Elektriker benötigen dagegen isolierendes Schuhwerk, Feuerwehrleute hitzebeständige Schuhe oder Schlachter wasserfeste Arbeitsschuhe.