Keramikpaste ist ein hitzebeständiges Schmiermittel
Keramikpaste eignet sich für sehr hohe Betriebstemperaturen. Sie unterbindet ein Festfressen, auch bei häufiger Demontage. Als Bremsenpaste ist sie in Werkstätten beliebt. In der Industrie findet sie sich bei Gleitflächen und Schraubverbindungen.
Schmierpaste für Heißes
Keramikpaste ist ein hervorragendes
Schmiermittel für Verbindungen, die sehr heiß werden. Hierzu zählen insbesondere
Bremsscheiben. Dieses Anwendungsgebiet hat der Keramikpaste auch den Namen Bremsenpaste verliehen. Das weiße Schmiermittel kann im Temperaturbereich von -30 bis +1.400 °C eingesetzt werden. Es verhindert das Festbrennen und Festrosten von Gleitflächen, die unter einer sehr hohen Belastung stehen. Optimal wirkt sie, wenn sich diese Flächen langsam oder oszillierend bewegen. Keramikpaste hat anderen Schmierstoffen etwas voraus: Sie verdampft auch bei sehr hohen Temperaturen nicht. Die Keramikpaste neigt auch nicht dazu, wie andere Schmiermittel, zu verharzen.
Keramikpaste ist ebenso ein Trennmittel. Es verhindert, dass heiße Verbindungen aneinander festbrennen. Die sehr hohen Betriebstemperaturen in Zahnrädern, Ventilen, Turbinen, Wellen können den Bauteilen nicht schaden. Eine schnelle Montier- und Demontierbarkeit bleibt gewährleistet, auch nach vielen Betriebsstunden. Keramikpaste ist ein hochwertiger Verschleiß- und
Korrosionsschutz. Ihre Beständigkeit gegen heißes und kaltes Wasser sowie Laugen und Säuren ist ebenso positiv zu bewerten.
Kupferpaste versus Keramikpaste
Kupferpaste ist als Antifestbrennpaste bekannt. Sie ist ein metallisches Schmier- und Trennmittel. Die Kupferpaste wirkt grundsätzlich ähnlich wie die Keramikpaste. Beide Schmiermittel sind für hohe Betriebstemperaturen anwendbar. Während Kupferpaste nur bis zu Temperaturen von +1.000 °C geeignet ist, verliert Keramikpaste auch bei +1.400 °C nicht ihre Eigenschaften. Sie ist nicht metallisch - eine galvanische Korrosion ist ausgeschlossen. Kupferpaste hat hingegen immer die Einschränkung, dass sie nur auf edlen, nicht aber unedlen Metallen verwendet werden darf. In Kontakt mit Wasser bilden Kupferpaste und unedle Metalle eine galvanische Zelle, Korrosion und Festfressen der Verbindung sind die Folge.
Die Verwendung von Keramikpaste
Keramikpaste ist ein Chemikalienmix, der eine spezifische Maßnahmen im Umgang erfordert. Haut-, Schleimhaut- und Augenkontakt sind zu vermeiden, da das Schmiermittel reizend wirkt. Für Keramikpastenspray gelten erweiterte Sicherheitsmaßnahmen: Schutzhandschuhe und Schutzbrille.